Sonstiges

Biofeedback & Neurofeedback

Biofeedback und Neurofeedback sind wissenschaftliche Methoden, bei denen erlernt wird, den eigenen Organismus aktiv in eine gewünschte Richtung zu beeinflussen. Über spezielle Sensoren werden körperliche Prozesse, wie beispielsweise der Hautleitwert, Körpertemperatur, Muskelspannung, Atmung, Durchblutung, Puls oder Gehirnaktivität sichtbar gemacht und unmittelbar über Computerauswertungen rückgemeldet. So kann der enge Zusammenhang von beispielsweise Gedanken, Emotionen oder Konzentration und körperlichen Veränderungen veranschaulicht und zielgerichtet beeinflusst werden. Während beim Biofeedback vor allem körperliche Prozesse im Mittelpunkt stehen, liegt der Fokus beim Neurofeedback hauptsächlich auf der Messung und Beeinflussung von Gehirnaktivitäten. Üblicherweise wird zu Beginn ein sogenanntes Stressprofil durchgeführt, um individuelle körperliche Reaktionen festzustellen und anschließend einen personalisierten Trainingsplan zu erstellen. Im Rahmen des eigentlichen Trainings sitzt man in einem bequemen Sessel, während unterschiedliche Körperfunktionen computergestützt beobachtet und durch gezielte Übungen bewusst beeinflusst werden.
Mögliche Einsatzgebiete für Biofeedback
  • Angst und Angsterkrankungen
  • Affektive Störungen wie beispielsweise Depressionen
  • Entspannungstraining, Stressmanagement, Schlafstörungen
  • Migräne
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Sportpsychologie, Arbeitspsychologie und Peak Performance
Mögliche Einsatzgebiete für Neurofeedback
  • ADS
  • ADHS
  • Konzentrationstraining
  • Aufmerksamkeitstraining
  • Impulskontrolle
  • Hyperaktivität
„Es gibt keine Grenzen, außer denjenigen, die wir uns selbst setzen.“

Astrid Lindgren (Pippi Langstrumpf)

Sportpsychologie

Die Sportpsychologie befasst sich mit der Analyse und Optimierung der psychischen, psychosomatischen und psychosozialen Bedingungen sportbezogener Aktivitäten. Sie versucht im Kontext des Leistungssports langfristige leistungssteigernde Interventionen zu etablieren und unterstützt dabei, mentale Leistungsvoraussetzungen auszubauen, zielgerichtet zu beeinflussen und situationsadäquat anzuwenden. Neben der Erhaltung der psychischen Gesundheit geht es also vor allem darum, durch gezielte Methoden, die eigene sportliche Leistung zu optimieren.

Zielstellungen sportpsychologischer Interventionen lassen sich in drei übergeordnete Bereiche einteilen:
Kompetenzentwicklung
  • Optimierung sportlicher Entscheidungsprozesse
  • Sportartspezifische Aufmerksamkeitsausrichtung
  • Entwicklung mentaler Stärke für Trainings- und Wettkampfsituationen
  • Emotionsregulation und positive Beeinflussung der eigenen Motivation
  • Etablierung leistungsfördernder Erholungs-Belastungsprozesse
  • Umgang mit sportlichem Leistungsdruck
Persönlichkeitsentwicklung
  • Umgang mit privaten und sportspezifischen Herausforderungen
  • Prävention psychosozialer Belastungen
  • Psychohygiene und Selbsterfahrung
Kriesenmanagement und Krisenintervention
  • Intervention bei Verletzungen oder psychosozialen Problemstellungen
“Und wenn du Trost gefunden hast (denn man findet immer Trost), wirst du glücklich sein, mich gekannt zu haben.”

Antoine de Saint-Exupéry (Der KleinePrinz)